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Intel Xeon w9-3495X

Der Intel Xeon w9-3495X war zum Start Intels stärkster Desktop-Workstation-Prozessor mit 56 Kernen, 112 Threads und 105 MB Cache. Er liefert extreme Multicore-Leistung samt Octa-Channel-ECC und 112 PCIe-5.0-Lanes, ist aber sehr teuer, stromhungrig und für Gaming ungeeignet.

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Im Überblick

Der Intel Xeon w9-3495X war zum Marktstart Intels stärkster Desktop-Workstation-Prozessor. Mit 56 Kernen, 112 Threads und 105 MB Smart Cache auf Basis von Sapphire Rapids ist er kompromisslos auf maximale Parallelleistung ausgelegt. Der Grundtakt liegt bei 1,90 GHz, im Boost erreicht die CPU bis zu 4,80 GHz.

Diese CPU ist eine reine Produktivmaschine. In gut skalierender Software wie 3D-Rendering, wissenschaftlicher Simulation, Videoencoding und dem Betrieb vieler virtueller Maschinen liefert sie eine Rechenleistung, die weit über allem liegt, was Consumer-Plattformen bieten. Dazu kommen Octa-Channel-DDR5-4800 mit ECC bis 4 TB und 112 PCIe-5.0-Lanes, die selbst aufwendigste Storage- und Beschleuniger-Setups versorgen.

All das hat seinen Preis, im wörtlichen wie im technischen Sinne. Mit einer UVP im Bereich von rund 6478 US-Dollar zum Launch, einer Grundlast von 350 W und bis zu 420 W im Turbo ist der w9-3495X ein Werkzeug für Anwender, die diese Leistung wirklich in Wertschöpfung umsetzen. Die niedrige Grundtaktrate zeigt zudem, dass hohe Einzelkernlast nicht das Ziel ist.

Für Gaming ist der Chip die denkbar unpassendste Wahl. Spiele nutzen die 56 Kerne nicht, reagieren empfindlich auf die niedrige Grundtaktrate und die Latenzen der großen Mesh-Architektur, und eine integrierte Grafik fehlt komplett. Wer spielt, bekommt für einen Bruchteil des Geldes eine bessere Erfahrung.

Beim Aufbau rund um den w9-3495X ist die gesamte Infrastruktur entsprechend auszulegen. Ein Mainboard mit vollem Octa-Channel-Ausbau, sehr viel ECC-Speicher, eine überdurchschnittlich starke Kühlung und ein leistungsfähiges Netzteil sind Voraussetzung, um die CPU stabil und dauerhaft ausfahren zu können. Erst in einer solchen Umgebung entfaltet sie ihr volles Potenzial. Der w9-3495X ergibt nur dort Sinn, wo massive Multicore-Leistung und maximale Plattform-I/O tatsächlich gebraucht und ausgelastet werden.

Spezifikationen

ArchitekturSapphire RapidsIntel
FertigungIntel 7Intel
Kerne56Intel
Threads112Intel
Basistakt1,90 GHzIntel
Boost-Takt4,80 GHzIntel
L3-Cache105 MB (Intel Smart Cache)Intel
TDP350 W (Processor Base Power), 420 W (Max Turbo Power)Intel
SockelLGA4677Intel
Integrierte GrafikKeineIntel
Speicher-SupportDDR5-4800 ECC, Octa-Channel (bis 4 TB)Intel
PCIePCIe 5.0, 112 LanesIntel
UVP zum Launch6478 USD (Intel-RCP zum Launch)Intel
Marktstart15.02.2023Intel

Einordnung nach Anwendungsfall

Redaktionelle Einordnung, kein Messwert.

GamingAusreichend

Läuft, aber sinnlos teuer: Spiele nutzen die 56 Kerne nicht und leiden unter der niedrigen Grundtaktrate von 1,90 GHz und der fehlenden integrierten Grafik.

StreamingIdeal

Für anspruchsvollstes CPU-Encoding und viele parallele Streams bietet der Chip praktisch unbegrenzte Reserven.

Content CreationIdeal

56 Kerne und 105 MB Cache liefern herausragende Render- und Encoding-Leistung für professionelle Medienproduktion.

ProduktivitätIdeal

Extreme Parallelleistung, Octa-Channel-ECC bis 4 TB und 112 Lanes machen ihn zur Speerspitze für Profi-Workloads.

EffizienzZu wenig

Mit 350 W Grundlast und bis zu 420 W im Turbo ist die absolute Leistungsaufnahme extrem, aufwendige Kühlung ist zwingend.

Preis-LeistungZu wenig

Mit rund 6478 US-Dollar zum Launch nur für Profis lohnend, die die volle Leistung in Wertschöpfung umsetzen.

Stärken & Schwächen

✓ Stärken

  • 56 Kerne und 112 Threads für extreme Multithread-Leistung
  • 105 MB Smart Cache sowie Octa-Channel-DDR5-4800 mit ECC bis 4 TB
  • 112 PCIe-5.0-Lanes für umfangreichste Storage- und Beschleuniger-Setups
  • Führende Produktivitätsleistung für Rendering, Simulation und Encoding

✗ Schwächen

  • Sehr hoher Anschaffungspreis von rund 6478 US-Dollar zum Launch
  • Extreme Leistungsaufnahme bis 420 W im Turbo, aufwendige Kühlung Pflicht
  • Niedriger Grundtakt von 1,90 GHz, schwach bei Einzelkernlast und in Spielen
  • Keine integrierte Grafik, für Gaming vollkommen ungeeignet und überteuert

Unser Fazit

Der Xeon w9-3495X ist ein kompromissloser Workstation-Prozessor mit herausragender Multicore- und Plattformleistung, aber extremem Preis und Stromhunger. Er lohnt sich ausschließlich für Profis, die 56 Kerne und die volle I/O der W-3400-Plattform tatsächlich auslasten.

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Häufige Fragen

Ist der Xeon w9-3495X zum Spielen geeignet?

Nein. Spiele nutzen die 56 Kerne nicht, leiden unter der niedrigen Grundtaktrate von 1,90 GHz und der fehlenden integrierten Grafik. Für Gaming ist der Chip vollkommen überteuert, eine deutlich günstigere Consumer-CPU ist klar die bessere Wahl.

Wofür wurde der w9-3495X entwickelt?

Für professionelle Workstation-Aufgaben mit maximaler Parallelität, etwa 3D-Rendering, wissenschaftliche Simulation, Videoproduktion und viele gleichzeitige virtuelle Maschinen. Dort spielt die enorme Kern- und Speicherleistung ihre Stärke aus.

Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des w9-3495X?

Intel nennt eine Processor Base Power von 350 W und eine maximale Turbo-Leistung von 420 W. Das erfordert eine sehr leistungsfähige Kühlung, ein starkes Netzteil und ein entsprechend ausgelegtes Mainboard.

Warum hat der w9-3495X nur 1,90 GHz Grundtakt?

Bei 56 Kernen und einem festen Leistungsbudget fällt der Grundtakt niedriger aus, während einzelne Kerne im Boost bis 4,80 GHz erreichen. Der Chip ist auf breite Parallellast und nicht auf hohe Einzelkerntakte ausgelegt.

Belege & Quellen

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