Intel Core i5-6600K
Der Core i5-6600K war 2015 Intels übertaktbarer Mittelklasse-i5 und brachte die Skylake-Architektur samt Wechsel auf DDR4 und den Sockel LGA1151. Mit 4 Kernen, 4 Threads und einem Boost bis 3,9 GHz zielte er auf Gaming und Alltag. Heute ist er nur noch gebraucht relevant und stößt bei modernen, stark multithreaded Spielen an seine Grenzen.
eBay lohnt sich bei Prozessoren oft, auch gebraucht und bei älteren Modellen.
Im Überblick
Mit dem Core i5-6600K führte Intel 2015 die Skylake-Architektur in die übertaktbare Mittelklasse ein. Der Chip fertigt in 14 nm, bietet 4 Kerne und 4 Threads und taktet mit 3,5 GHz Basis bis 3,9 GHz Boost. Skylake brachte den Wechsel auf den Sockel LGA1151 und auf DDR4-Speicher, offiziell bis DDR4-2133. Damit löste die Plattform den älteren LGA1150-Unterbau ab und legte die Grundlage für mehrere Intel-Generationen. Zum Marktstart war der 6600K ein beliebter Gaming-Prozessor. AMD hatte damals noch keine Ryzen-CPUs im Programm, die FX-Serie konnte bei der Single-Thread-Leistung nicht mithalten, weshalb Intel die Spiele-Krone hielt. Der Haken zeigte sich erst später: Vier Kerne ohne Hyper-Threading wurden mit der Zeit knapp, denn Spiele und Anwendungen verteilen ihre Last zunehmend auf mehr Threads. Genau hier setzt die Kernzahl-Entwicklung der LGA1151-Ära an. Skylake und Kaby Lake blieben im Mainstream bei maximal 4 Kernen, erst Coffee Lake hob die i5-Reihe auf 6 Kerne und die späteren i7 und i9 auf 8 Kerne an. Der 6600K steht damit am unteren Ende dieser Entwicklung. Aufrüsten innerhalb der Plattform ist heute kaum sinnvoll, da LGA1151 eingestellt ist und schnellere Chips nur noch gebraucht kursieren. Aktuell ist der 6600K deshalb vor allem ein Gebrauchtthema. Für ein bereits vorhandenes Skylake-Board kann er ein sehr günstiges Alltags-System befeuern, das Surfen, Office und ältere Spiele stemmt. Wer neu baut, fährt mit modernen Sechs- oder Achtkernern klar besser, sowohl bei der Leistung als auch bei Speicher- und Plattformfunktionen.
Spezifikationen
| Architektur | SkylakeIntel |
| Fertigung | 14 nmIntel |
| Kerne | 4Intel |
| Threads | 4Intel |
| Basistakt | 3,5 GHzIntel |
| Boost-Takt | 3,9 GHzIntel |
| L3-Cache | 6 MBIntel |
| TDP | 91 WIntel |
| Sockel | LGA1151Intel |
| Integrierte Grafik | Intel HD Graphics 530Intel |
| Speicher-Support | DDR4-2133/DDR3LIntel |
| PCIe | PCIe 3.0Intel |
| UVP zum Launch | 242 USD (Launch-UVP)Intel |
| Marktstart | 05.08.2015Intel |
Einordnung nach Anwendungsfall
Redaktionelle Einordnung, kein Messwert.
4 Kerne ohne Hyper-Threading reichen für ältere und genügsame Titel, moderne Spiele mit hohem Thread-Bedarf laufen aber am Limit.
Ohne Hyper-Threading fehlen dem 6600K die Reserven fürs parallele Encoding, GPU-Encoder sind Pflicht.
Für Videoschnitt oder Rendering sind 4 Threads heute zu wenig, längere Projekte dauern spürbar.
Office, Surfen und leichtes Multitasking erledigt der Vierkerner mit 3,9 GHz Boost problemlos.
91 W TDP im alten 14-nm-Prozess sind gemessen an heutigen Chips durchschnittlich, im Leerlauf bleibt er sparsam.
Als günstiges Gebraucht-Upgrade für ein vorhandenes LGA1151-Board sinnvoll, für neue Systeme lohnt er nicht.
Stärken & Schwächen
✓ Stärken
- Offener Multiplikator für einfaches Übertakten
- Wechsel auf DDR4-Speicher gegenüber der Haswell-Vorgängergeneration
- Integrierte HD Graphics 530 erlaubt Betrieb ohne dedizierte Grafikkarte
- Auf dem Gebrauchtmarkt sehr günstig
✗ Schwächen
- Nur 4 Kerne und 4 Threads, für modernes Multithreading zu wenig
- Plattform LGA1151 ist eingestellt, keine Aufrüstpfade mehr
- Speicher offiziell nur bis DDR4-2133
Unser Fazit
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Häufige Fragen
Reicht der Core i5-6600K noch für aktuelle Spiele?
Für ältere und anspruchslose Titel ja, moderne Spiele nutzen oft mehr als 4 Threads und bringen den 6600K an seine Grenze. Ein modernerer Sechs- oder Achtkerner läuft deutlich runder.
Welchen Sockel und Speicher nutzt der 6600K?
Er sitzt im Sockel LGA1151 und unterstützt offiziell DDR4-2133, auf entsprechenden Boards auch DDR3L. Die Plattform ist inzwischen eingestellt.
Lässt sich der 6600K übertakten?
Ja, das K steht für einen offenen Multiplikator. Zusammen mit einem Z170- oder Z270-Board kannst du Basis- und Boosttakt anheben, ein gutes Kühlkonzept vorausgesetzt.
Hat der i5-6600K eine integrierte Grafik?
Ja, die Intel HD Graphics 530 ist an Bord. Sie reicht für Desktop, Videowiedergabe und sehr leichte Spiele, fürs echte Gaming brauchst du eine dedizierte Grafikkarte.
