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AMD FX-6300

Der AMD FX-6300 ist ein Sechskerner der Piledriver-Generation von Ende 2012 für den Sockel AM3+. Mit 6 Kernen, 6 Threads und einem Boost bis 4,1 GHz war er damals ein günstiger Allrounder, heute ist er vor allem ein sehr preiswerter Gebraucht- und Aufrüst-Chip für bestehende AM3+-Boards.

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Im Überblick

Der FX-6300 gehört zur Piledriver-Generation, die AMD im Oktober 2012 in 32-nm-Fertigung auf den Markt brachte. Technisch bündelt der Chip 6 Kerne und 6 Threads, die im sogenannten Modul-Design paarweise Einheiten teilen. Der Basistakt liegt bei 3,5 GHz, per Turbo sind bis zu 4,1 GHz drin, dazu kommen 8 MB L3-Cache. Mit 95 W TDP ist er die sparsamste der vier hier gelisteten FX-CPUs, deutlich vor dem 125-W-Duo FX-8320 und FX-8350 und erst recht vor dem 220-W-Extrem FX-9590.

Die Plattform ist der betagte Sockel AM3+ mit DDR3-1866 und PCIe 2.0. Damit ist der FX-6300 klar an eine ältere Systemwelt gebunden, ein Umstieg auf schnelleren DDR4-Speicher oder PCIe-4.0-SSDs ist ausgeschlossen. Sein Reiz liegt heute genau darin: Wer bereits ein AM3+-Board besitzt, bekommt gebraucht für sehr wenig Geld einen zusätzlichen Kern gegenüber alten Vierkern-Phenoms oder kleineren FX.

In Spielen limitiert die niedrige Pro-Kern-Leistung. Moderne Titel setzen auf Single-Thread-Tempo und aktuelle Befehlssätze, hier fällt Piledriver gegenüber jeder Ryzen-Generation deutlich zurück. Für ältere und genügsame Spiele, Office und Medienwiedergabe genügt der Sechskerner aber weiterhin. In gut parallelisierten Aufgaben profitiert er von seinen echten Kernen, bleibt in absoluten Zahlen aber hinter dem Ryzen 5 1600 zurück, der bei gleicher Kernzahl 12 Threads und spürbar mehr IPC bietet.

Als Aufrüstziel innerhalb von AM3+ ist der Sprung zum FX-8320 oder FX-8350 interessant, wer echte Mehrleistung will, kommt aber um einen Plattformwechsel Richtung Ryzen und Sockel AM4 nicht herum. Der FX-6300 ist damit heute ein preiswerter Lückenfüller, kein zukunftsfähiges Fundament.

Spezifikationen

ArchitekturPiledriverWikipedia
Fertigung32 nmWikipedia
Kerne6Wikipedia
Threads6Wikipedia
Basistakt3,5 GHzWikipedia
Boost-Takt4,1 GHzWikipedia
L3-Cache8 MBWikipedia
TDP95 WWikipedia
SockelAM3+Wikipedia
Integrierte GrafikkeineWikipedia
Speicher-SupportDDR3-1866Wikipedia
PCIePCIe 2.0Wikipedia
UVP zum Launch132 USD (Launch-UVP)Wikipedia
Marktstart23.10.2012Wikipedia

Einordnung nach Anwendungsfall

Redaktionelle Einordnung, kein Messwert.

GamingZu wenig

Die schwache Pro-Kern-Leistung der Piledriver-Architektur bremst moderne Spiele und potente Grafikkarten spürbar aus.

StreamingAusreichend

Sechs echte Kerne reichen für einfaches Streaming in niedriger Auflösung, moderne x264-Presets fordern die CPU aber stark.

Content CreationZu wenig

Für aktuelles Videoschnitt- und Renderwerk fehlt es an IPC und Threads gegenüber jeder Ryzen-Generation.

ProduktivitätAusreichend

Office, Surfen und leichtes Multitasking laufen, bei anspruchsvollen Programmen zeigt sich das Alter des Chips.

EffizienzAusreichend

Mit 95 W TDP ist der FX-6300 der genügsamste der hier vertretenen FX-Modelle, gemessen an heutiger Fertigung bleibt die Effizienz aber schwach.

Preis-LeistungGut

Gebraucht extrem günstig und ideal, um ein vorhandenes AM3+-System ohne Plattformwechsel etwas aufzuwerten.

Stärken & Schwächen

✓ Stärken

  • Sehr günstiger Gebraucht- und Aufrüstpreis für bestehende AM3+-Systeme
  • Sechs echte Kerne für parallelisierte Alltagslasten
  • Mit 95 W die sparsamste der hier gelisteten FX-CPUs
  • Offener Multiplikator erlaubt manuelles Übertakten

✗ Schwächen

  • Schwache Pro-Kern-Leistung bremst moderne Spiele und starke Grafikkarten
  • Veraltete Plattform mit DDR3 und PCIe 2.0 ohne Aufrüstpfad Richtung DDR4
  • Deutlich hinter jeder Ryzen-Generation bei IPC und Effizienz

Unser Fazit

Der FX-6300 ist heute nur noch für Besitzer eines vorhandenen AM3+-Boards sinnvoll, die mit minimalem Budget einen Sechskerner nachrüsten wollen. Für neue Systeme oder aktuelles Gaming führt kein Weg an einer Ryzen-Plattform vorbei. Als günstiger Zwischenschritt erfüllt er seinen Zweck, mehr aber nicht.

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Häufige Fragen

Taugt der FX-6300 noch zum Spielen?

Für ältere und anspruchslose Titel ja, moderne Spiele bremst die niedrige Pro-Kern-Leistung der Piledriver-Architektur jedoch spürbar aus, vor allem mit einer stärkeren Grafikkarte.

Auf welchen Sockel passt der FX-6300?

Der FX-6300 nutzt den Sockel AM3+ mit DDR3-Speicher bis 1866 MHz und PCIe 2.0. Ein Wechsel auf DDR4 oder AM4 ist nicht möglich.

Lohnt das Aufrüsten vom FX-6300 auf einen FX-8350?

Innerhalb von AM3+ bringt der FX-8350 zwei zusätzliche Kerne und höheren Takt, der Sprung bleibt aber im alten Piledriver-Rahmen. Für echte Mehrleistung ist ein Plattformwechsel zu Ryzen sinnvoller.

Lässt sich der FX-6300 übertakten?

Ja, der FX-6300 hat einen offenen Multiplikator und lässt sich auf einem AM3+-Board mit ausreichender Spannungsversorgung und Kühlung manuell übertakten.

Belege & Quellen

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