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Intel Core i5-8600K

Der Core i5-8600K brachte 2017 mit der Coffee-Lake-Generation den entscheidenden Sprung von 4 auf 6 Kerne in die i5-Klasse. Er bietet 6 Kerne, 6 Threads und bis zu 4,3 GHz Boost auf dem Sockel LGA1151 (v2). Die zusätzlichen Kerne machen ihn deutlich langlebiger als seine Vierkern-Vorgänger, gebraucht ist er ein solider Gaming-Chip.

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Im Überblick

Mit dem Core i5-8600K vollzog Intel 2017 in der übertaktbaren i5-Klasse den lang erwarteten Schritt von 4 auf 6 Kerne. Der Chip gehört zur Coffee-Lake-Generation, fertigt weiter in 14 nm und bietet 6 Kerne und 6 Threads mit 3,6 GHz Basis- und 4,3 GHz Boosttakt sowie 9 MB L3-Cache. Damit reagierte Intel unmittelbar auf den Druck durch AMDs Ryzen-Prozessoren, die kurz zuvor mehr Kerne in den Mainstream gebracht hatten. Wichtig ist die Plattform: Coffee Lake nutzt zwar weiter die Bezeichnung LGA1151, es handelt sich aber um die Variante LGA1151 (v2), die einen 300er-Chipsatz voraussetzt. Ältere Skylake- oder Kaby-Lake-Boards sind trotz identischer Sockelbezeichnung nicht kompatibel. Beim Speicher setzt der 8600K auf DDR4 bis offiziell DDR4-2666. Die Kernzahl-Entwicklung der LGA1151-Ära lässt sich am 8600K gut ablesen. Skylake und Kaby Lake hatten den Mainstream noch auf 4 Kerne begrenzt, Coffee Lake hob die i5-Reihe auf 6 Kerne und die i7-Modelle auf 6 Kerne mit 12 Threads. Später legte die Generation mit den 9000er-Chips nach und brachte 8 Kerne in i7 und i9. Der 8600K steht damit am Beginn der Sechskern-Ära und ist deutlich langlebiger als die Vierkern-Vorgänger. Heute ist der 8600K vor allem gebraucht interessant. Auf einem 300er-Board bildet er eine solide Gaming-Basis, die mit einer passenden Grafikkarte viele aktuelle Titel flüssig darstellt. Ohne Hyper-Threading merkt man bei parallelem Streaming oder schwerem Rendering allerdings die begrenzten 6 Threads. Da die Plattform eingestellt ist, lohnt ein Neuaufbau nur bedingt, als günstiges Upgrade eines vorhandenen Coffee-Lake-Systems bleibt er aber attraktiv.

Spezifikationen

ArchitekturCoffee LakeIntel
Fertigung14 nmIntel
Kerne6Intel
Threads6Intel
Basistakt3,6 GHzIntel
Boost-Takt4,3 GHzIntel
L3-Cache9 MBIntel
TDP95 WIntel
SockelLGA1151 (v2)Intel
Integrierte GrafikIntel UHD Graphics 630Intel
Speicher-SupportDDR4-2666Intel
PCIePCIe 3.0Intel
UVP zum Launch257 USD (Launch-UVP)Intel
Marktstart05.10.2017Intel

Einordnung nach Anwendungsfall

Redaktionelle Einordnung, kein Messwert.

GamingGut

6 echte Kerne halten auch modernere Spiele gut in Schwung, mit passender Grafikkarte eine solide Gaming-Basis.

StreamingAusreichend

Ohne Hyper-Threading teilen sich 6 Threads Spiel und Encoding, ein GPU-Encoder entlastet spürbar.

Content CreationAusreichend

Für Schnitt und Bildbearbeitung reichen 6 Kerne solide, bei schwerem Rendering sind mehr Threads im Vorteil.

ProduktivitätGut

Sechs Kerne mit hohem Takt bewältigen Multitasking und viele Anwendungen zügig.

EffizienzAusreichend

95 W TDP im 14-nm-Prozess, unter Last liegt die reale Aufnahme höher, vor allem beim Übertakten.

Preis-LeistungGut

Gebraucht günstig und dank 6 Kernen langlebiger als die alten Vierkerner, ein sinnvolles Upgrade für ein 300er-Board.

Stärken & Schwächen

✓ Stärken

  • Erstmals 6 Kerne in der übertaktbaren i5-Klasse
  • Hoher Boost bis 4,3 GHz und offener Multiplikator
  • Integrierte UHD Graphics 630
  • Günstig gebraucht bei brauchbarer Gaming-Leistung

✗ Schwächen

  • Kein Hyper-Threading, nur 6 Threads
  • LGA1151 (v2) braucht ein 300er-Board, nicht kompatibel mit älteren LGA1151-Platinen
  • Plattform eingestellt, kaum Aufrüstpfade

Unser Fazit

Der i5-8600K war ein wichtiger Schritt, weil er 6 Kerne in die Mainstream-i5-Klasse brachte und damit deutlich zukunftssicherer war als die Vierkern-Vorgänger. Gebraucht ist er ein solider Gaming-Prozessor, für neue Systeme greifst du aber zu aktuelleren Plattformen.

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Häufige Fragen

Passt der 8600K in ein älteres LGA1151-Board?

Nein. Trotz gleichem Namen nutzt Coffee Lake den Sockel LGA1151 (v2) und braucht ein 300er-Chipsatz-Board. Skylake- und Kaby-Lake-Platinen sind nicht kompatibel.

Hat der 8600K Hyper-Threading?

Nein, er bietet 6 Kerne und 6 Threads. Das i7-Modell 8700K derselben Generation hat dagegen Hyper-Threading mit 12 Threads.

Reicht der 8600K noch zum Spielen?

Ja, für viele aktuelle Spiele ist er dank 6 Kernen und hohem Takt eine brauchbare Basis. Bei sehr kernlastigen Titeln oder parallelem Streaming stoßen die 6 Threads aber an Grenzen.

Kann man den 8600K übertakten?

Ja, der Multiplikator ist offen. Zusammen mit einem Z370-Board und guter Kühlung lässt sich der Takt anheben.

Belege & Quellen

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