Intel Core i9-9900K
Der Core i9-9900K war 2018 Intels Mainstream-Flaggschiff und der erste i9 für den Sockel LGA1151 (v2). Mit 8 Kernen, 16 Threads, 16 MB L3-Cache und einem Boost bis 5,0 GHz war er die schnellste Gaming-CPU seiner Zeit. Dank acht Kernen mit Hyper-Threading bleibt er auch heute leistungsfähig und gebraucht ein starker Allrounder.
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Im Überblick
Der Core i9-9900K war 2018 das Spitzenmodell von Intels 9000er-Serie und der erste i9 im Mainstream-Sockel LGA1151 (v2). Er gehört zur Coffee-Lake-Generation, fertigt in 14 nm und bietet 8 Kerne mit Hyper-Threading, also 16 Threads. Dazu kommen 3,6 GHz Basistakt, bis zu 5,0 GHz Boost und mit 16 MB der größte L3-Cache der gesamten LGA1151-Ära. Zum Marktstart galt er als die schnellste Gaming-CPU überhaupt und richtete sich an Nutzer, die Höchstleistung im Mainstream suchten. Bei der Plattform gilt dieselbe Einschränkung wie für alle Coffee-Lake-Chips: Trotz des Namens LGA1151 wird die Variante v2 mit einem 300er-Chipsatz benötigt, ältere Skylake- und Kaby-Lake-Boards passen nicht. Der Speicher läuft offiziell bis DDR4-2666, und wegen des hohen Verbrauchs empfiehlt sich ein Board mit kräftiger Spannungsversorgung. Der 9900K bildet den Endpunkt der Kernzahl-Entwicklung dieser Plattform. Skylake und Kaby Lake hatten im Mainstream bei 4 Kernen gedeckelt, Coffee Lake brachte 6 Kerne und schließlich 8 Kerne mit dem 9900K samt Hyper-Threading. Damit war er den Vierkern-Vorgängern weit voraus und altert entsprechend gut. Zur Konkurrenzlage: Der 9900K trat gegen AMDs kernstarke Ryzen-Prozessoren an. In Spielen behielt Intel dank hohem Takt lange die Führung, bei der Anwendungsleistung und der Effizienz setzten die späteren Ryzen-3000-Chips den i9 aber unter Druck. Heute ist der 9900K ein begehrter Gebrauchtkauf. Als voll ausgestatteter Achtkerner meistert er Gaming, Streaming und Content-Aufgaben weiterhin souverän. Sein Schwachpunkt ist der hohe Verbrauch unter Last. Da die Plattform eingestellt ist, lohnt ein Neuaufbau nur bedingt, als Upgrade eines bestehenden 300er-Systems bleibt er aber eine sehr starke Wahl.
Spezifikationen
| Architektur | Coffee LakeIntel |
| Fertigung | 14 nmIntel |
| Kerne | 8Intel |
| Threads | 16Intel |
| Basistakt | 3,6 GHzIntel |
| Boost-Takt | 5,0 GHzIntel |
| L3-Cache | 16 MBIntel |
| TDP | 95 WIntel |
| Sockel | LGA1151 (v2)Intel |
| Integrierte Grafik | Intel UHD Graphics 630Intel |
| Speicher-Support | DDR4-2666Intel |
| PCIe | PCIe 3.0Intel |
| UVP zum Launch | 488 USD (Launch-UVP)Intel |
| Marktstart | 19.10.2018Intel |
Einordnung nach Anwendungsfall
Redaktionelle Einordnung, kein Messwert.
8 Kerne, 16 Threads und bis zu 5,0 GHz Boost liefern in aktuellen Spielen weiterhin sehr flüssige Bilder.
Die 16 Threads erlauben anspruchsvolles CPU-Encoding parallel zum Spiel.
Für Videoschnitt, Bildbearbeitung und Rendering bietet der Achtkerner mit Hyper-Threading kräftige Reserven.
8 Kerne mit 16 Threads und hohem Takt bewältigen anspruchsvolles Multitasking souverän.
95 W TDP nach Norm, unter Volllast und beim Übertakten liegt die reale Leistungsaufnahme deutlich höher.
Gebraucht attraktiv, da er als voll ausgestatteter Achtkern-i9 noch viele Aufgaben souverän erledigt.
Stärken & Schwächen
✓ Stärken
- 8 Kerne und 16 Threads dank Hyper-Threading
- Sehr hoher Boost bis 5,0 GHz
- 16 MB L3-Cache, größter Cache der LGA1151-Ära
- Auch heute noch leistungsfähig für Gaming und Alltag
✗ Schwächen
- Hohe reale Leistungsaufnahme unter Last
- LGA1151 (v2), braucht ein 300er-Board, keine Aufrüstpfade
- Plattform eingestellt
Unser Fazit
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Häufige Fragen
Ist der i9-9900K heute noch schnell genug?
Für Gaming, Streaming und Alltag ja. Seine 8 Kerne und 16 Threads reichen in den meisten Szenarien aus. Nur bei sehr modernen, stark parallelen Anwendungen zeigen aktuelle Prozessoren klare Vorteile.
Worin unterscheidet sich der 9900K vom 9700K?
Beide haben 8 Kerne, der 9900K bietet aber zusätzlich Hyper-Threading (16 Threads), mehr Cache (16 statt 12 MB) und höheren Boost bis 5,0 GHz. Das macht ihn bei Multithread-Last schneller.
Welches Board braucht der 9900K?
Ein LGA1151-(v2)-Board mit 300er-Chipsatz, meist Z390. Ältere LGA1151-Platinen sind trotz gleicher Sockelbezeichnung nicht kompatibel, und für den hohen Verbrauch ist eine kräftige Spannungsversorgung sinnvoll.
Wie warm wird der 9900K?
Der Achtkerner mit hohem Takt kann unter Volllast viel Abwärme erzeugen, die reale Leistungsaufnahme liegt über der 95-W-Angabe. Eine leistungsfähige Kühlung ist daher Pflicht, besonders beim Übertakten.
