Intel Xeon E5-2670 v3
Der Intel Xeon E5-2670 v3 ist ein Zwölf-Kern-Serverprozessor der Haswell-EP-Generation von 2014 für den Sockel LGA2011-3. Mit 12 Kernen, 24 Threads, DDR4-Unterstützung und Turbo bis 3,1 GHz ist er ein sehr beliebter Gebraucht-Chip für günstige Vielkern-Builds, die Single-Core-Leistung liegt aber deutlich unter aktuellen Desktop-CPUs.
eBay lohnt sich bei Prozessoren oft, auch gebraucht und bei älteren Modellen.
Im Überblick
Der Xeon E5-2670 v3 stammt aus Intels Haswell-EP-Generation und erschien im September 2014 für den Sockel LGA2011-3. Er bietet zwölf Kerne und vierundzwanzig Threads bei einem Basistakt von 2,3 GHz und einem Turbo bis 3,1 GHz. Mit 30 MB L3-Cache, 22-nm-Fertigung und einer TDP von 120 Watt war er als leistungsstarker Server-Prozessor mit einem Listenpreis von rund 1.589 US-Dollar positioniert.
Als Nachfolger der beliebten Sandy-Bridge-Xeons trat der E5-2670 v3 ein ähnliches Erbe an. Auch er ist heute vor allem gebraucht interessant, häufig als günstiges Bundle mit X99-Mainboards aus Import-Fertigung. Wer zwölf Kerne und DDR4-Speicher zum kleinen Preis sucht, findet hier eine sehr threadstarke Basis für Rendering, Kompilierung, Virtualisierung und Streaming. Der niedrige Basistakt wird dabei in gut parallelisierten Programmen durch die hohe Kernzahl teilweise ausgeglichen, in einzelnen taktabhängigen Aufgaben bleibt er jedoch spürbar.
Die Haswell-Architektur bringt gegenüber Sandy Bridge eine spürbar bessere Leistung pro Takt und mit DDR4-2133 im Vierkanal-Betrieb modernere Speichertechnik. PCIe 3.0 mit 40 Lanes sorgt für genügend Anbindung von Grafik- und Erweiterungskarten. Damit ist der Chip flexibler und etwas effizienter als die älteren LGA2011-Modelle.
Trotzdem bleibt die Single-Core-Leistung durch den niedrigen Basistakt von 2,3 GHz begrenzt, was sich in stark taktabhängigen Spielen bemerkbar macht. Eine integrierte Grafik gibt es nicht, eine dedizierte Grafikkarte ist Pflicht, und die Plattform kennt weder PCIe 4.0 noch andere aktuelle Komfortfunktionen.
Für Multicore-Lasten mit knappem Budget ist der E5-2670 v3 aber ein echter Preis-Leistungs-Tipp. Als Workstation für Content-Erstellung, als Heimserver mit vielen virtuellen Maschinen oder als Bastelprojekt liefert er viele Threads und DDR4 zu einem sehr fairen Kurs.
Spezifikationen
| Architektur | Haswell-EPWikipedia |
| Fertigung | 22 nmWikipedia |
| Kerne | 12Wikipedia |
| Threads | 24Wikipedia |
| Basistakt | 2,3 GHzWikipedia |
| Boost-Takt | 3,1 GHzIntel |
| L3-Cache | 30 MBWikipedia |
| TDP | 120 WWikipedia |
| Sockel | LGA2011-3Wikipedia |
| Integrierte Grafik | KeineWikipedia |
| Speicher-Support | DDR4-2133 (Quad-Channel)Wikipedia |
| PCIe | PCIe 3.0 (40 Lanes)Intel |
| UVP zum Launch | 1.589 USD (Tray-Listenpreis)Wikipedia |
| Marktstart | 08.09.2014Wikipedia |
Einordnung nach Anwendungsfall
Redaktionelle Einordnung, kein Messwert.
Die verbesserte Architektur hilft, der niedrige Basistakt begrenzt taktabhängige Spiele dennoch spürbar.
Zwölf Kerne und 24 Threads liefern viel Spielraum fürs Software-Encoding parallel zum Spielbetrieb.
Rendering, Schnitt und Kompilierung profitieren stark von den vielen Threads und dem DDR4-Speicher.
Für umfangreiches Multitasking und viele parallele Programme ist der Zwölfkerner bestens gerüstet.
Die 22-nm-Fertigung ist sparsamer als die Vorgänger, an moderne Chips reicht sie aber nicht heran.
Zwölf Kerne und DDR4 zum kleinen Preis machen ihn zu einem der stärksten Multicore-Tipps.
Stärken & Schwächen
✓ Stärken
- Zwölf Kerne und 24 Threads zum günstigen Gebrauchtpreis
- DDR4-Unterstützung im Vierkanal und PCIe 3.0 mit 40 Lanes
- Bessere Leistung pro Takt als die Sandy-Bridge-Vorgänger
- Ideal für Rendering, Virtualisierung und Kompilierung auf kleinem Budget
✗ Schwächen
- Niedriger Basistakt von 2,3 GHz begrenzt die Single-Core-Leistung
- Keine integrierte Grafik, dedizierte Grafikkarte nötig
- Alte LGA2011-3-Plattform ohne PCIe 4.0 und moderne Features
- Günstige X99-Boards stammen oft aus unklarer Fertigung
Unser Fazit
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Häufige Fragen
Was unterscheidet den E5-2670 v3 vom älteren E5-2670?
Der v3 basiert auf Haswell statt Sandy Bridge, bietet zwölf statt acht Kerne, nutzt DDR4 statt DDR3 und arbeitet effizienter pro Takt. Er sitzt zudem im Sockel LGA2011-3.
Welches Mainboard brauche ich?
Der E5-2670 v3 nutzt den Sockel LGA2011-3, meist mit dem X99-Chipsatz. Verbreitet sind günstige Gebraucht- oder Import-Boards, oft im Bundle mit DDR4-RAM.
Taugt der E5-2670 v3 für Videobearbeitung?
Ja, für multithreaded Rendering und Schnitt liefert er dank 24 Threads viel Leistung fürs Geld. Bei Aufgaben, die vor allem Single-Core-Tempo brauchen, zeigt sich aber der niedrige Basistakt.
Hat der E5-2670 v3 eine integrierte Grafik?
Nein, eine iGPU fehlt. Für die Bildausgabe ist immer eine dedizierte Grafikkarte erforderlich.
