Intel Xeon X5650
Der Intel Xeon X5650 ist ein Sechs-Kern-Serverprozessor der Westmere-EP-Generation von 2010 für den Sockel LGA1366. Mit 6 Kernen, 12 Threads und Turbo bis 3,06 GHz ist er heute vor allem ein sehr günstiger Gebraucht-Chip für Bastel- und Multicore-Budget-Builds, allerdings mit schwacher Single-Core-Leistung und ohne integrierte Grafik.
eBay lohnt sich bei Prozessoren oft, auch gebraucht und bei älteren Modellen.
Im Überblick
Der Xeon X5650 stammt aus Intels Westmere-EP-Reihe und kam im März 2010 als Server- und Workstation-Prozessor für den Sockel LGA1366 auf den Markt. Sechs physische Kerne und dank Hyper-Threading zwölf Threads waren zu dieser Zeit gehobene Ausstattung, der Basistakt liegt bei 2,66 GHz und steigt per Turbo auf bis zu 3,06 GHz. Gefertigt in 32 Nanometern, mit 12 MB L3-Cache und einer TDP von 95 Watt, war der Chip einst ein teures Rechenzentrums-Modell mit einem Listenpreis von rund 996 US-Dollar.
Heute ist der X5650 vor allem als sehr preiswerter Gebrauchtkauf interessant. Auf Plattformen wie eBay wandern die Chips oft für wenige Euro über den Tisch, häufig zusammen mit ausgemusterten X58-Mainboards. Für Bastler, die viele Threads zum Minimalpreis suchen, etwa für einen günstigen Multicore-Rechner, eine Heim-Server-Spielwiese oder erste Virtualisierungs-Experimente, kann das eine reizvolle Grundlage sein. Da der X5650 zudem den Zweisockel-Betrieb beherrscht, lassen sich auf passenden Boards sogar zwei Chips zu insgesamt zwölf Kernen und vierundzwanzig Threads kombinieren.
Realistisch bleibt der X5650 aber ein Kind seiner Zeit. Die Single-Core-Leistung liegt weit unter dem, was moderne Desktop-CPUs bieten, weshalb aktuelle Spiele und stark taktabhängige Programme spürbar ausgebremst werden. Die Plattform kennt nur DDR3-1333 im Dreikanal-Betrieb und PCIe 2.0, eine integrierte Grafikeinheit fehlt, sodass immer eine dedizierte Grafikkarte nötig ist. Auch die Effizienz ist gemessen an heutigen Fertigungen bescheiden.
Wer die Grenzen akzeptiert, bekommt für sehr wenig Geld eine solide Anzahl an Kernen. Als Einstieg in Multicore-Lasten, als Zweitrechner oder als Lernobjekt für Server-Themen taugt der X5650 durchaus, für ein modernes Gaming- oder Produktivsystem ist er jedoch nicht die richtige Wahl.
Spezifikationen
| Architektur | Westmere-EPWikipedia |
| Fertigung | 32 nmWikipedia |
| Kerne | 6Wikipedia |
| Threads | 12Wikipedia |
| Basistakt | 2,66 GHzWikipedia |
| Boost-Takt | 3,06 GHzIntel |
| L3-Cache | 12 MBWikipedia |
| TDP | 95 WWikipedia |
| Sockel | LGA1366Wikipedia |
| Integrierte Grafik | KeineWikipedia |
| Speicher-Support | DDR3-1333 (Triple-Channel)Wikipedia |
| PCIe | PCIe 2.0 (Plattform/Chipsatz)Wikipedia |
| UVP zum Launch | 996 USD (Tray-Listenpreis)Wikipedia |
| Marktstart | 16.03.2010Wikipedia |
Einordnung nach Anwendungsfall
Redaktionelle Einordnung, kein Messwert.
Die schwache Single-Core-Leistung und die sehr alte Plattform bremsen moderne Spiele und potente Grafikkarten deutlich aus.
Sechs Kerne und zwölf Threads erlauben einfaches Software-Encoding, für hohe Qualitätsstufen wird es aber schnell eng.
Für gelegentliche Schnitt- und Renderaufgaben reichen die Threads, an moderne Vielkerner kommt der Chip aber nicht heran.
Office, Surfen und leichtes Multitasking laufen problemlos, bei anspruchsvollen Programmen zeigt sich das Alter.
Die alte 32-nm-Fertigung liefert nach heutigen Maßstäben nur eine bescheidene Leistung pro Watt.
Gebraucht extrem günstig, damit eine reizvolle Basis für Bastel- und Multicore-Projekte mit kleinstem Budget.
Stärken & Schwächen
✓ Stärken
- Sechs Kerne und zwölf Threads zu einem sehr niedrigen Gebrauchtpreis
- Weit verbreitet, dadurch günstige X58-Mainboards und Kombi-Angebote verfügbar
- Solide Multicore-Grundlage für Bastel- und Lernprojekte
- ECC-Speicher-Unterstützung als Server-CPU
✗ Schwächen
- Schwache Single-Core-Leistung, moderne Spiele werden ausgebremst
- Sehr alte Plattform mit DDR3-1333 und nur PCIe 2.0
- Keine integrierte Grafik, dedizierte Grafikkarte zwingend nötig
- Mäßige Energieeffizienz nach heutigen Maßstäben
Unser Fazit
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Häufige Fragen
Ist der Xeon X5650 noch zum Spielen geeignet?
Nur eingeschränkt. Die niedrige Single-Core-Leistung und die alte PCIe-2.0-Plattform bremsen viele aktuelle Titel aus. Für ältere oder anspruchslose Spiele mit passender Grafikkarte reicht er, ein modernes Gaming-System sollte er aber nicht sein.
Welches Mainboard brauche ich für den X5650?
Der X5650 nutzt den Sockel LGA1366, meist zusammen mit dem X58-Chipsatz. Solche Boards gibt es nur noch gebraucht, oft als Bundle mit CPU und Speicher.
Hat der X5650 eine integrierte Grafik?
Nein. Wie alle Xeon-Modelle dieser Reihe besitzt er keine iGPU, eine dedizierte Grafikkarte ist deshalb Pflicht.
Lohnt sich der X5650 heute noch?
Als extrem günstiger Gebrauchtkauf für Bastel-, Lern- oder Multicore-Projekte kann er sich lohnen. Wer Effizienz, moderne Features oder starke Single-Core-Leistung braucht, ist mit neuerer Hardware besser bedient.
